Sperrmüllmanagement in Stadtlohn

Eine rege Diskussion gab es um die Ausschreibung für die Abfallentsorgung. Allem voran hier um die Entsorgung des Sperrmülls.

Hier ist der Rat nun einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, den Sperrmüll mittels Karten 2x jährlich abholen zu lassen. Jeder Bürger kann seinen Sperrmüll anmelden.

Hierzu wird dann auf einer Karte eingetragen,um welche Art(Kunstoff,Holz…)es sich handelt. Das Entsorgungsunternehmen bündelt dann die Termine und gibt den Abfuhrtermin bekannt. Zusätzlich soll es die Möglichkeit geben, am Wertstoffhof Sperrmüll zu entsorgten. Hierfür werden die Öffnungszeiten ausgeweitet.

Wir hoffen, dass sich dadurch die Lage entspannt und wildes Müllplündern nicht mehr attraktiv genug ist.

Andrea Wiggering-Cirkel

Smarthotel startet erst 2019

Erstaunt muss ich als Ratsmitglied in Stadtlohn der Münsterlandzeitung entnehmen, dass der Herr Bürgermeister der Investorengemeinschaft
Groten/Tenbrinck mitgeteilt hat, dass entgegen deren Wunsch der Start des Smarthotels in Stadtlohn nicht in 2018, sondern voraussichtlich erst im Laufe des Jahres 2019  erfolgen kann.

Die Enttäuschung der Investorengemeinschaft kann ich gut nachvollziehen. Da will man in Stadtlohn für mehrere Millionen ein innovatives Projekt anstoßen.

Und die öffentliche Hand teilt mal eben mit, dass sie mit ihren Planungen und Förderanträgen noch längst nicht so weit ist wie die Investorengemeinschaft.

Meine Vermutung ist: Die Stadtverwaltung ist angesichts der in den vergangenen Jahren auch wegen der Jagd nach Zuschussgeldern aus Fördertöpfen mit der  Vielzahl der angeschoben Projekte (Integriertes Handlungskonzept Innenstadt, Neubau einer Feuerwehrwache, Sanierung des Freibades, Hochwasserschutz, Abwasserbeseitigungskonzept, Regionale 2016) derart überlastet, dass dem Herrn Bürgermeister als Handlungsvariante nur noch übrig blieb, die Notbremse zu ziehen und die Investoren zu bitten, sich dem Umsetzungstempo der öffentlichen Hand anzupassen.

So kann und darf man mit Investoren nicht umgehen. Ich verlange vom Herrn Bürgermeister eine ausführliche Darstellung der Gründe in der öffentlichen Sitzung des nächsten Umwelt-Bau-und Planungsausschuss, warum man sich genötigt sah, die Investoren zeitlich an die Kette zu legen.

Das macht insgesamt kein gutes Bild.

Die Tunten waren wieder da

Die Tunten waren wieder da

Nach einigen Jahren Pause sind sie wieder da: Karnevalsamstag feierten die Stadtlohner Tunten ihre „Wiederauferstehung“ im Festzelt am Rathaus.

Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr die Veranstaltung erfolgreich weitergeführt werden kann.

Die schönste Tunte konnte sich im Übrigen über einen attraktiven Preis freuen.

Busbahnhof an die Berkel

Leserhinweis Franz Marpert macht sich für Berkelstadion als neuen Standort stark – MünsterlandZeitung, vom 07.03.2017, Seite 3

STADTLOHN. Franz Marpert mag es noch nicht glauben: „Die Stadt Stadtlohn verbaut sich im Berkelstadion eine Riesenchance für ihre künftige Entwicklung.“ Aus Sicht des langjährigen Leiters der Johannesschule drängt sich für das alte Berkelstadion an der Burgstraße eine ganz andere Lösung gerade zu auf: „Der jetzige Busbahnhof muss verlegt werden auf das alte Berkelstadion.“

Mit diesem Anliegen hatte er sich bereits im Januar in einem Brief an Bürgermeister Helmut Könning gewandt. Mit großer Enttäuschung erfuhr Franz Marpert in der vergangenen Woche aus der Münsterland Zeitung, dass der Rat mehrheitlich für eine Wohnbebauung auf der Fläche des seit 17 Jahren brach liegenden Berkelstadions votiert hatte – ohne noch einmal über die Idee der Busbahnhof-Verlegung diskutiert zu haben. Noch in diesem Jahr soll der Bebauungsplan aufgestellt werden.

Günter Wewers, der Erste Beigeordnete der Stadt Stadtlohn, erklärte gestern auf Anfrage der Münsterland Zeitung, warum die Debatte nicht noch einmal grundsätzlich geführt worden sei: „Die Grundsatzentscheidung für die Wohnbebauung ist ja schon im Dezember 2014 gefallen.“ In der Tat ist auch die Idee des Busbahnhofs im Berkelstadion nicht ganz neu: Vor zehn Jahren bereits wurde sie von der CDU vorgetragen. Drei Jahre später sprachen sich auch SPD, UWG und FDP für diese Idee aus. Nach und nach aber kehrten sich alle Parteien – bis auf die FDP – von dieser Idee ab. In der jüngsten Ratssitzung stimmten auf Antrag der CDU auch SPD und Grüne für eine Wohnbebauung.
Damit will sich Franz Marpert aber noch nicht abfinden. Er sagt: „Ich stehe mit dieser Idee nicht alleine da, das weiß ich aus vielen Gesprächen.“ Darum will er nun eine erneute politische Debatte initiieren. „Da sollten wir es alle mit Adenauer halten: ,Nichts hindert mich, weiser zu werden‘.“ Aus Franz Marperts Sicht gibt es viele gute Gründe:

Die Lage eines Busbahnhofs im alten Berkelstadion sei für für die vielen Fahrschüler der Losbergschule und der Herta-Lebenstein-Realschule geradezu ideal.

Auch für die 140 Mitarbeiter der Werkstatt der Stiftung Haus Hall läge der neue Busbahnhof ideal.

Kurze Wege gebe es auch für die vielen auswärtigen Besucher der Johannes-Reithalle und des Losbergparks.

Die Verlegung des Busbahnhofs würde die engen Innenstadtstraßen vom Busverkehr befreien. Auch die nach Marperts Ansicht riskanten Schülerbusfahrten zur Losbergschule durch die engen Wohnstraßen Timpenweide und An der Bleeke könnten entfallen.

Die Neuordnung des Schülerbusverkehrs an einem neuen zentralen Busbahnhof hätte seiner Ansicht nach einen weiteren entscheiden Vorteil: „Es ließe sich viel Geld sparen, wenn die Schüler auch die normalen Linienbusse nutzen könnten.“

Die Fläche des jetzigen Busbahnhofs an der Gartenstraße könnte helfen, das knappe Parkplatzangebot in der Innenstadt zu verbessern.
Franz Marpert möchte seine Initiative keinesfalls als Besserwisserei verstanden wissen. „Ich will nicht der Oberlehrer sein. Aber diese Frage ist ein Herzensanliegen für mich. Seit 45 Jahren bin ich täglich in Stadtlohn und habe in dieser Zeit die Stadtentwicklung im schulpolitischen, touristischen und merkantilen Bereich mitgestaltet. Jetzt gilt es für die Stadt, in die Zukunft zu schauen und noch einmal nachzudenken – oder es droht ein großer Rückschritt für die gesamte kommunalpolitische Entwicklung.

Stefan.Grothues@mdhl.de

Es geht los: Das Berkelstadion wird zugebaut!

Jetzt wird ernst gemacht. Die CDU-Ratsfraktion hat im Rahmen der Haushaltsplanberatungen am 22. Februar 2017 mitgeteilt, dass sie im Laufe dieses Jahres im Bauausschuss den Antrag stellen wird, einen Bebauungsplan aufstellen zu lassen.

Ziel: Die Bebauung der Fläche des Berkelstadions.

Die FDP-Fraktion ist nach wie vor der Auffassung, dass eine Bebauung des Berkelstadions mit Wohnbebauung, aus städtebaulicher Sicht eine absolute Fehlplanung ist.

Aber der Anlass ist willkommen: Die Misere am Mietwohnungsmarkt. Mietwohnungen sind in Stadtlohn rar.

Das will man jetzt nutzen, um endlich das Berkelstadion zuzubauen.
Um es deutlich nach meiner Meinung zu sagen: Das ist Schaffung von Wohnraum 2. Klasse.

Das Berkelstadion soll entlang der Burgstraße mit einem Gebäuderiegel bebaut werden.

Die Burgstraße aber wiederum ist eine der meistgenutzten Straßen in Stadtlohn, was den Kfz-Verkehr angeht.

Lärm und Abgase sprechen dagegen, hier eine Wohnbebauung zuzulassen.
Meine Frage an die übrigen Ratsmitglieder im Rahmen der Ratssitzung vom 22. Februar 2017, wer dort unter solchen Voraussetzungen von denen wohl an der Burgstraße wohnen wolle, blieb bezeichnenderweise unbeantwortet

Es gäbe eine bessere Verwendung für diese Fläche: Das Berkelstadion weiterhin als Event-Fläche nutzen für Zirkus und andere öffentliche Veranstaltungen sowie als Parkplatz für Großereignisse im Losbergpark-Bereich und in der Innenstadt. Auch könnte dort ein Busbahnhof entstehen, der für die Schüler der Realschule und der Hauptschule interessant ist.

Politisch scheint die Sache entschieden. Mit der letzten Kommunalwahl im Jahr 2014 haben die Wählerinnen/Wähler dieser Idee eine Absage erteilt.
Die Nutzung des Berkelstadions war nämlich Wahlkampfthema.
Und das Ergebnis war eindeutig: Die FDP wurde mit dem Wahlergebnis und einer Halbierung abgestraft.

Die Verfechter des Zubau des Berkelstadions CDU und SPD sowie Teile der UWG haben die Wahl gewonnen.

Spannend bleibt die Geschichte gleichwohl: Denn wie schon damals hat auch jetzt die SPD-Fraktion im Rat anlässlich der  Haushaltsplanberatungen ihre Zustimmung zur Bebauung des Berkelstadions von der Bedingung abhängig gemacht, dass dort ein neues Jugendzentrum gebaut werden soll.

Meine Prognose: Diese Linie wird die SPD-Ratsfraktion nicht durchhalten können. War doch schon in der Münsterlandzeitung am vergangenen Wochenende nachzulesen war, dass man seitens der Stadtverwaltung und des Jugendwerkes für ein solches Jugendzentrum keinen Bedarf sieht.
Die Frage wird sein, wie die SPD-Fraktion damit umgeht. Ich prognostizieren, dass sie erneut umkippen wird.

Denn wenn sie die weitere Zustimmung zu einem Bebauungsplan für das Berkelstadion davon abhängig macht, dass im Berkelstadion ein Jugendzentrum eingerichtet wird, bekäme ein entsprechender Aufstellungsbeschluss keine Mehrheit.

Da es bisher aber erklärte Politik der SPD-Fraktion im Stadtrat ist, CDU-Politik in Stadtlohn umzusetzen, bin ich gespannt, wie SPD aus dieser Nummer nun herauskommen will.

Haben Sie dazu eine Meinung?