Noch so ein Großprojekt: Das Berkelstadion

Auch dieses Thema ist praktisch mit dem Ergebnis der letzten Kommunalwahl abgehakt.

Wir hatten Wahlkampf damit gemacht, dass man das Berkelstadion weiterhin für öffentliche Zwecke nutzen soll. Bekanntlich gab es Ideen derer viele: Eventplatz, Bau einer neuen Stadthalle dort, Verlegung des Busbahnhofs in das Berkelstadion mit Überplanung der freigewordenen Areale an der Dufkampstraße für innerstädtische Wohnzwecke, Berkelosseum, Neubau der Feuerwache dort.  Sogar einen Ratsbürgerentscheid hatten wir beantragt: Die Bevölkerung sollte über die Zukunft des Berkelstadions entscheiden. Alles von der Ratsmehrheit von CDU und SPD letztendlich verworfen.

Angekündigt war von der Ratsmehrheit CDU/SPD ein Aufstellungsbeschluss für die Bebauung des Berkelstadions in 2017. Es bleibt bei der Ankündigung. Aber er wird kommen. Nicht weil es inhaltlich richtig ist, sondern weil die Ratsmehrheit sich von  der Bezirksregierung hat „kaufen“ lassen. Die Bezirksregierung hatte angekündigt, für die Regionale 2016 nur dann Gelder bereitzustellen, wenn das Berkelstadion zugebaut wird. Die Gier auf die Fördermittel führt in diesem Fall zu einer strategischen Fehlplanung aller erster Güte. Dieses Ergebnis haben die Wählerinnen und Wähler allerdings im Jahr 2014 mit ihrer Wahlentscheidung bei der Kommunalwahl in diese Richtung gelenkt.

Merkwürdig ist nur: Jedes Mal, wenn das Thema im Gespräch mit Bekannten oder Bürgerinnen und Bürgern bei mir auf den Tisch kommt, ernte ich nur Kopfschütteln für die jetzigen Planungen und eine Bestätigung für unsere früheren Überlegungen als FDP-Fraktion im Rat. Außer im Rathaus habe ich kaum einen gehört, der das gut findet, was dort passieren soll. Außer im Rathaus habe ich noch niemanden gehört, der sich nicht etwas anderes dort vorstellen könnte, nämlich das, was wir im Laufe der Zeit so alles dort vorgeschlagen hatten. Wie gesagt: Schnee von gestern. Jetzt geht es nur noch darum, den Schaden zu begrenzen und da warten wir dann auf die Vorschläge der Experten aus dem Rathaus bzw. der von dort aus beauftragten teuren Planungsbüros. Als wenn das, was da an Vorschlägen voraussichtlich kommt, nicht auch im Bauamt geplant werden könnte.

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